Neue Heimat
von Hanna Kohl und Juri Gottschall


Die Stadt, das Ziel vieler Wohnungssuchender, bietet nicht mehr genug Raum für alle. Neue Stadtteile entstehen in der Peripherie. Was heute noch grüne Wiese ist, wird über Nacht zum „Wohngebiet in Top-Lage“. Großflächige Werbetafeln versprechen das Idyll der Zukunft. Doch auch hier ist der Platz begrenzt, große Teile der neuen Siedlungen sind schon vor dem eigentlichen Baubeginn verkauft.

Die Fotografien entstanden in den vergangenen Monaten im Großraum München, einer Stadt, die in Deutschland als Synonym für Wohnungsknappheit und Wachstum bekannt ist.
Die gewählte Thematik beinhaltet verschiedene Aspekte der Begrifflichkeit „Neue Heimat“.
Die ursprüngliche Bedeutung der Heimat als natürlich gewachsenem Ort, wird heute durch von großer Hand geplanten Strukturen abgelöst. Der Mensch schafft sich seine Heimat nicht selbst, er kann aus einem vielfältigen Angebot wählen. So wird ein neues Zuhause oft schon anhand eines Bauplans ausgesucht.

Die Bildserie zeigt Informationsbüros in Neubaugebieten, die durch ihre Lage, ihr Angebot und ihre äußere Erscheinung auf verschiedene Weise neue Heimat verkaufen.

Die Bildserie ist beim Europäischen Architekturfotografiepreis 2009 mit einer Anerkennung ausgezeichnet worden.

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